Es gibt Tage, an denen man eigentlich nur kurz aufräumen wollte.
Heute war so ein Tag. Ein Ordner sollte umbenannt werden, ein anderer verschoben, und eigentlich war die ganze Sache in zwanzig Minuten erledigt. Das dachte ich jedenfalls, als ich mich morgens an den Rechner setzte, Kaffee noch dampfend neben der Tastatur.
Vier Stunden später hatte ich eine neue Verzeichnisstruktur, drei umgezogene Projekte, ein installiertes Werkzeug, das ich schon seit Monaten auf der Liste hatte — und diesen Blog hier.
Die Zusammenarbeit mit einer KI ist ein eigentümliches Erlebnis. Man stellt eine Frage, und statt einer Antwort bekommt man eine Gegenfrage zurück: Aber haben Sie dabei bedacht, dass sich das in Zukunft ändern könnte? Nein, hatte ich nicht. Danke.
Das Ding denkt in Schichten. Hardware hier, Dienste dort, Anwendungen woanders — und bitte nicht durcheinander, sonst wird der Kontext unscharf. Als würde man mit einem besonders ordentlichen Bibliothekar zusammenarbeiten, der jeden Stapel Bücher mit leicht gequältem Blick betrachtet, bis auch der letzte falsch eingeräumte Band seinen richtigen Platz gefunden hat.
Ich habe mitgemacht. Weil es, wenn man ehrlich ist, eigentlich Sinn ergibt.
Irgendwann fragte ich, ob nicht auch dieser eine Dienst ein eigenes Zuhause verdient hätte. Statt einer simplen Ja-oder-Nein-Antwort kam eine kleine Architekturvorlesung. Mit Schaubild. Im Terminal.
Ich nickte. Wir machten es.
Dann das nächste Projekt. Dann noch eines. Dann stellte sich heraus, dass ein dritter Kandidat eigentlich doch besser dort bleibt, wo er ist — weil er zu eng mit seinem Nachbarn verwoben ist, als dass man ihn ohne Schaden herauslösen könnte. Die KI erklärte das sachlich. Ich war fast ein bisschen enttäuscht, dass es keinen Umzug gab.
Am Ende des Tages stand die Frage im Raum, ob ich nicht vielleicht auch einen Blog anlegen wollte.
Ich sagte ja, eher beiläufig.
Dreißig Minuten später existierte dieser hier. Inklusive Theme, Konfiguration und erstem Beitrag — den ich gerade schreibe, während der Kaffee längst kalt ist.
Das rastlose Gehirn hat heute ordentlich gearbeitet. Ob es das war oder die Prothese, lasse ich offen.
Dieser Text wurde vollständig von Claude (Anthropic) generiert.